Stromspeicher

Speicherakkus stehen heute an der Schwelle zur Wirtschaftlichkeit.

Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage ist derzeit rund halb so teuer wie Strom vom Energieversorger. Für Hauseigentümer lohnt es sich daher finanziell, mehr davon zu verbrauchen – beispielsweise über Batteriespeicher. „Die finanziell geförderten Stromspeicher im Keller laden den nicht benötigten Sonnenstrom tagsüber und geben ihn abends an Elektrogeräte oder Lichtquellen ab.

Bis zu 60 Prozent von dem selbst erzeugen Ökostrom wird so übers Jahr mit Hilfe der Akkus genutzt. Noch sei die Speicherung nicht wirtschaftlich, das werde aber in rund zwei bis drei Jahren der Fall sein.

Da der Sonnenstrom besonders um die Mittagszeit anfällt, der Bedarf aber in der Regel vor allem abends entsteht, ist der Eigenverbrauch ohne zusätzliche Maßnahmen jedoch auf 25 bis 30 Prozent begrenzt. Ein Mittel, um ihn zu erhöhen, ist die Verlagerung des Stromverbrauchs in die Mittagsstunden. Die Waschmaschine wird dann um 11 Uhr und nicht um 19 Uhr angestellt. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Module nach Osten und Westen auszurichten. Ihr Ertrag reicht im Vergleich zu Dachanlagen auf der Südseite bis in die Abendstunden, wenn die Bewohner wieder im Haus sind. Der Eigenverbrauch kann in diesen Fällen auf bis zu 40 Prozent steigen

Mehr als 15.000 Speicher am Netz

Den Eigenverbrauch noch weiter zu erhöhen, ist nur mit technischen Hilfsmitteln möglich. Dazu gehören Wärmepumpen – oder aber Batterien. Schon jetzt nutzen mehr als 15.000 Haushalte und kleine Gewerbebetriebe in Deutschland mit Hilfe besonders von Lithiumakkus ihren Solarstrom auch bei Dunkelheit. Der Run auf die Akkus geht erst richtig los: Ein KfW-Förderprogramm des Bundes fördert den Kauf eines Batteriespeichers mit bis zu 30 Prozent. Inzwischen wächst auch die Anzahl der Anbieter: Im Sommer steigt etwa der Elektroautohersteller Tesla in den Verkauf von Solarstromspeichern ein, kündigte das Unternehmen Ende April an. Es wird dabei auf eine Reihe von deutschen Unternehmen treffen, die bereits Produkte auf dem Markt haben. Solarwatt stellt den neuen Speicher Myreserve zur Intersolar vor.

Derzeit sind die Kosten für Batteriespeichersysteme durch den höheren Eigenverbrauch nur in seltenen Fällen vollständig finanzierbar. Bald wird das aber verbreitet der Fall sein, denn die Preise für Batteriespeicher fallen rapide. Allein 2014 sind die Kosten um 25 Prozent gesunken, dieses Jahr und 2016 wird es weitere Preissenkungen geben.

Quelle: Photovoltaik